Lexikon von A bis Z beginnend mit B

Hier findest du alle wichtigen Begriffe und Erklärungen im Überblick.

B

Beendigung des Ausbildungsverhältnisses/Weiterbeschäftigung
Das Ausbildungsverhältnis endet mit Ablauf der vertraglich vereinbarten Ausbildungsdauer. Dies gilt auch, wenn die Abschlussprüfung noch nicht abgelegt ist. Besteht der Auszubildende vor Ablauf der vereinbarten Ausbildungsdauer die Abschlussprüfung, endet das Ausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss. Bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses hat der Ausbildende dem Auszubildenden ein Zeugnis auszustellen.
 
Vereinbarungen über eine Weiterbeschäftigung nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses dürfen erst in den letzten sechs Monaten vor dem Ausbildungsende getroffen werden. Vereinbarungen vor dieser Zeit sind nichtig. Wird der Auszubildende im Anschluss an das Ausbildungsverhältnis beschäftigt, ohne dass hierüber ausdrücklich etwas vereinbart worden ist, kommt ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit mit der gesetzlichen Kündigungsfrist zustande.
Begabtenförderung

Auszubildende, die die Abschlussprüfung mit einem sehr guten Ergebnis bestanden haben, können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel der Stiftung Begabtenförderungswerk Berufliche Bildung zum Besuch von Fortbildungsmaßnahmen beantragen. Über Einzelheiten informieren die Steuerberaterkammern.

Berichtsheft

siehe Ausbildungsnachweis

Berufsausbildung

Die Berufsausbildung hat gemäß § 1 Abs. 3 Berufsbildungsgesetz die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.

Berufsbild

siehe Ausbildungsberufsbild

Berufsbildungsgesetz

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) enthält u. a. Regelungen für die Berufsausbildung (z. B. zum Ausbildungsvertrag und zum Prüfungswesen) sowie zu den Bereichen Umschulung und Fortbildung.

Berufsschule
Neben der Ausbildung in der Praxis besuchen die Auszubildenden an ein bis zwei Tagen in der Woche die Berufsschule. Der Ausbildende hat den Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht (einschließlich der Wegezeiten zwischen Praxis und Berufsschule sowie der üblichen Pausen) freizustellen. Die Berufsschulpflicht und die Berechtigung zum Berufsschulbesuch (für nicht mehr berufsschulpflichtige Auszubildende) sind in gesonderten Gesetzen der Bundesländer geregelt. Auch im Ausbildungsvertrag finden sich Regelungen zum Berufsschulbesuch. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz bestehen besondere Regelungen u. a. für die Anrechnung des Berufsschulbesuchs auf die Arbeitszeit und die Freistellung von der Ausbildung in der Praxis an Berufsschultagen. Auskunft erteilen die Steuerberaterkammern . Dort können auch die Anschriften der Berufsschulen, an denen Steuerfachklassen bestehen, erfragt werden.
 
Die Inhalte des Berufsschulunterrichts ergeben sich aus den für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Bundesländern geltenden Lehrplänen. Die fachbezogenen Unterrichtsgebiete sind Steuerlehre, Rechnungswesen, Wirtschaftslehre und Datenverarbeitung. Daneben wird auch Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Politik erteilt.
 
Bewerbung

Umfangreiche Bewerbungstipps findest du auf dieser Internetseite in der Rubrik Ausbildung.

Bundesurlaubsgesetz
Das Bundesurlaubsgesetz enthält Mindestregelungen zur Urlaubsgewährung (z. B. Urlaubsanspruch, Dauer des Urlaubs, Teilurlaub). Es ist immer dann zugrunde zu legen, wenn sich aus dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsvertrag nichts anderes ergibt. Für Jugendliche (Personen unter 18 Jahren) regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz den zu gewährenden Mindesturlaub.
 
Siehe auch Urlaub